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TTMyki81
Veteranen-Topper


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Mykis Schlachtbericht: Gruftkönige vs. Tiermenschen Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Gruftkönige vs. Tiermenschen 2.500 Punkte (Offene Feldschlacht)


Gestern Abend war es endlich so weit: Die Söhne der Wüste, die untoten Legionen Nehekharas konnten endlich zum ersten Mal in die Schlacht geführt werden.
Mein Bruder, der sich seit Wochen im Homeoffice isoliert hatte, ist zur Corona-konformen Nichten-Visite zu Besuch (es kotzt mich an, dass man sowas mittlerweile ja immer extra erwähnen muss) und wir haben die Abend-/Nachtstunden genutzt, um nochmal eine Partie Warhammer Fantasy zu wagen – meine erste Partie Tabletop zu zweit seit Ende September/Anfang Oktober? Ich weiß es schon gar nicht mehr.
Es wurde tatsächlich ein abendfüllendes 2.500 Punkte-Duell – allerdings bin ich überrascht, wie sehr die zunehmende Sicherheit im Umgang mit den Regeln das Spielgeschehen beschleunigt. Wir haben inklusive viel Nerdtalk 4 ½ Stunden in aller Ruhe gespielt.

Meine Gruftkönige bekamen es dabei mit einer Tiermenschen-Liste zu tun, die auf Monster (Zygor und Ghorgor) und einen großen Block Bestigors inklusive AST und Großschamanen mit Herdenstein im Zentrum setzte und von einem Todesbullen als General angeführt wurden, der sich einer 3er-Einheit Minotauren angeschlossen hatte. Daneben hatte er (neben Ungors, Ungor-Plünderern, einem Streitwagen und Gnargor) 3 Gor-Herden auf dem Feld, von denen eine inklusive Schamanen für den Tiermenschenüberfall zurückgehalten wurde.
Ich hatte meine Armeeliste eher auf Magie und Fernkampf ausgelegt: Hierophant in einem 20er-Bogenschützen-Block eher im Hintergrund, den Gruftherold mit AST in einen Block Skelettreiter als flexible Unterstützungseinheit und als General einen Gruftkönig in einem großen 30er-Block Skelettkrieger. Um für genügend Überraschung sorgen zu können, hatte ich 4 Grabjäger und zwei Gruftskorpione im Gepäck, außerdem eine Kriegssphinx zum Austeilen. Dazu noch Skelettbogenreiter als Umlenker, 3 Streitwagen und als Fernkampf- und Magie-Unterstützung im Hintergrund noch ein Schädelkatapult und eine Lade der verdammten Seelen. Nicht zu vergessen noch 3 Todesgeier als weitere Umlenker mit großer Reichweite und eine weitere Einheit Bogenschützen schlicht zum Ärgern des Gegners.


Dieses Foto entstand bei der Armeezusammenstellung, vor der Schlacht. Daher das Durcheinander...

Da die Tiermenschen sich vor allem im Zentrum und etwas versetzt auf ihrer linken Flanke aufstellten, beschloss ich meinem Gegner diese Flanke zu verweigern (dort positionierte ich nur die Skelettbogenreiter und einen 10er-Block Bogenschützen, um die Tiermenschen beim Vorrücken zu ärgern) und stellte meine Kriegsmaschinen, die Sphinx, den Hierophanten und den Skelettblock mit General ebenfalls ins Zentrum, um die Tiermenschen nach vorne zu locken. Ich hatte den ersten Spielerzug. Die Streitwagen und Skelettreiter rückten ab der ersten Runde von meiner rechten Flanke nach vorne mit dem Ziel, einzelne Tiermenschen-Einheiten zu einem Schwenk nach links zu animieren. Diese Taktik ging letztlich nicht ganz auf, was sich aber nicht als spielentscheidend entpuppt - das war nämlich bereits in den ersten beiden Runden etwas anderes, meine Überlegenheit in der Magiephase und der starke Fernkampf. Mein Gott, die Lade haut ganz schön rein! Ihr „Totenlicht“ grillte in der zweiten Runde den Ghorgor, bevor der irgendwas reißen konnte - meine Sphinx hatte sich schon auf einen schön langen, monströsen Zweikampf gefreut, wobei mir der Ghorgor schon etwas Respekt einflößte: Ist eine wirklich beeindruckende Erscheinung auf dem Schlachtfeld und kann auch ordentlich austeilen; aber wie gesagt: nicht in dieser Schlacht!
Noch besser: Mit „Ptras Anrufung des Niederschmetterns“ erhielten meine 30 Bogenschützen zusätzliche Attacken und konnten bereits in Runde 1 die Minotauren-Einheit inklusive Todesbullen um 25% dezimieren. Zusätzlich wurde auch in dieser ersten Runde der Zygor von der geballten Macht der Lade („Totenlicht“: Wahnsinns-Zauber!) und Schädelkatapults ins Jenseits befördert, bevor er selber einen Felsbrocken schleudern konnte – hier war allerdings reichlich Würfelglück für mich im Spiel. Seine „Seelenfresser“-Fähigkeit nutzte ihm auch nichts.
Das Schädelkatapult dezimierte ebenfalls den Bestigor-Block in den Runden 3 und 4 so stark, dass dieser letztlich im Nahkampf nichts mehr ausrichten konnte, unterstützt von der Sphinx, die schließlich den verbliebenen Häuptling in Runde 5 niederwalzte, nachdem der Großschamane den Pfeilen des Asaph zum Opfer gefallen war.
Zwar gelang es den Tiermenschen mit ihrer Überfall-Sonderregel ein Regiment Gors direkt hinter meinen Kriegsmaschinen zu platzieren und so die Lade in ihrem dritten Spielzug aus dem Spiel zu nehmen, doch diese Gors wurden (durch „Entfesselte Seelen“ der Lade schon merklich geschwächt) von einem meiner Skorpione daraufhin in Runde 4 in der Flanke erwischt und in die Flucht geschlagen. Das noch unbeschädigte Schädelkatapult feuerte derweil munter weiter…
An meiner rechten Flanke preschten meine Streitwagen zunächst geradeaus vor und schmetterten in der 3. Runde in die Flanke der vorrückenden Minotauren, die es eigentlich auf meinen Gruftkönig abgesehen hatten, durch die Todesgeier aber erfolgreich abgelenkt wurden. Unterstützung erhielten Geier und Streitwagen von meinem zweiten Gruftskorpion, der den Minotauren und dem Todesbullen in den Rücken fiel – trotzdem war dieser Kampf spannend und erst nach zwei Runden für mich entschieden, weil der Todesbulle ganz schön austeilen kann und in einer Runde zwei meiner Streitwagen zerlegte.
Im Zentrum schalteten derweil meine Bogenschützen den Tiermenschen-Streitwagen ohne Probleme aus, bevor der irgendwas reißen konnte, während meine Skelette dank der Gegenwart des Gruftkönigs mit einer Einheit Ungors keine Probleme hatten. Danach stellten sie sich 20 Gors – hier gelang es mir in der 5. Runde mit meinen Skelettreitern plus AST in die Flanke der Gors zu brechen und diese zu überrennen.
Letztlich ging meine Taktik auf: Die Tiermenschen gingen in die Falle und konnten nur auf der von mir verweigerten Flanke etwas reißen – dort zerlegte der Gnargor die Skelettbogenreiter im Alleingang und blieb danach in dem kleinen Regiment Bogenschützen stecken, die sich dank nehekharanischer Magie wieder aus dem Staub erheben konnten. Die plänkelnden Ungor-Plünderer mit ihren Kurzbögen blieben auf dieser Seite immer im Hintergrund, taten mir dank ihrer geringen Reichweite und ihres Pechs beim Schießen nicht wirklich weh, so dass ich denen keine weitere Aufmerksamkeit schenkte. Mein Gegner hätte die sicherlich sinnvoller einsetzen können. Die letzte verbliebene Einheit Gors auf der rechten Flanke meines Bruders griff zwar in der letzten Runde noch meine Sphinx an und beschädigte dieses Konstrukt auch, musste aber ebenfalls durch die Atemwaffe der Kriegssphinx noch ein paar herbe Verluste einstecken. Im Zentrum war das Spiel aber bereits in Runde 5 entschieden: bis auf den Gnargor, die 10 in diesem Spiel recht nutzlosen Ungor-Plünderer und die paar verbliebenen Gors auf der von mir aus gesehen linken Flanke waren alle Tiermenschen-Einheiten entweder vernichtet oder aufgerieben worden oder waren vom Spielfeld geflohen.
Ach ja, Fun-Fact am Rande: Meine unter dem Sand begrabenen Grabjäger sollten in Runde 1 bereits im Rücken der Tiermenschen erscheinen, allerdings blieben sie durch Würfelpech unter der Erde stecken und wurden – ohne eingegriffen zu haben – als Verlust entfernt. Die haben sich mal so richtig gelohnt! Headbanger

14 Mar, 2021 09:29 42 TTMyki81 ist offline Email an TTMyki81 senden Beiträge von TTMyki81 suchen Nehmen Sie TTMyki81 in Ihre Freundesliste auf
TTMyki81
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Fazit: Letztendlich wurde es ein recht überlegener Sieg der Gruftkönige. Ich hatte das Gefühl, dass die Tiermenschen den Untoten als Gegner sehr liegen, denn ihre kaum vorhandene Rüstung ist eine wirkliche Schwäche gegen eine im Fernkampf starke Armee; die kampfstarken Bestigors kamen erst gar nicht in den Nahkampf, während ich Todesbulle und Minotauren mit geballtem Angriff von drei Seiten und etwas Würfelglück in die Knie zwingen konnte. Pech für meinen Gegner waren natürlich der frühe Ausfall seiner beiden Monster – alleine 550 Siegpunkte für mich in den ersten beiden Runden. Das hätte auch anders ausgehen können, wenn die Viecher richtig in den Nahkampf gekommen (Ghorgor) bzw. ihre Steine hätten schmeißen können (Zygor).
Meine Einheit des Tages: Die Lade der verdammten Seelen, geniales Teil! Für mich unverzichtbar, auch wenn sie nur drei Runden was machen konnte. Auch das Schädelkatapult mit der Aufwertung „Schädel des Feindes“ war sehr effektiv. Die Sphinx hatte keine wirklich große Bewährungsprobe. Geier und Skelettbogenreiter aber erfüllten die ihnen angedachten Aufgaben mit Bravour. Positiv überrascht haben mich auch die Gruftskorpione: die sind zwar recht teuer, haben ihre Punkte aber in dieser Partie locker wieder reingeholt. Auf der gegnerischen Seite fand ich die Minotauren und den Todesbullen am effektivsten: Die können echt was austeilen! Allerdings sind auch die gegen Fernkampf und Magie anfällig, bevor sie überhaupt in den Nahkampf kommen. Als Tiermenschen-Spieler würde ich aber in kommenden Partien größere Minotauren-Blöcke aufstellen, um Schaden machen zu können. Auch die Magie der Tiermenschen (Lehre der Wildnis) finde ich in der Theorie zumindest stark; in unserer Partie hatte ich aber immer die Magie-Hoheit und konnte „Mantel des Ghorok“ einmal bannen und zweimal ging er daneben, während meine Zauber so gut wie immer gelangen.
Es war in jedem Fall eine unterhaltsame Partie. Auch mein Gegner hatte Spaß, obwohl seine Tiermenschen wirklich nicht viel gerissen haben. Es war auch seine erste Partie mit diesem Volk. Die untoten Legionen Nehekharas werden in diesem Jahr hoffentlich noch öfter das Schlachtfeld betreten! Generell muss ich sagen, dass mir diese vom Spielstil her noch besser gefallen als die Bretonen, die ich in allen Partien letztes Jahr gespielt habe.
Auch noch schön: Ich habe meinen Bruder mittlerweile so weit, dass er auch überlegt richtig mit Tabletop anzufangen, Warhammer Fantasy ist auch seine erste Wahl.
Fotos habe ich leider nur zwei wenig aussagekräftige gemacht. Bei der nächsten Schlacht werde ich aber wieder ausgiebig dokumentieren. Ob wir alles richtig gemacht haben und nichts vergessen haben, kann ich nicht sagen, glaube aber, dass wir diesmal wirklich sehr genau waren und im Zweifel immer nochmal nachgelesen haben. Es war schön überhaupt noch einmal die Würfel zu werfen in diesen komischen Zeiten…

14 Mar, 2021 09:30 16 TTMyki81 ist offline Email an TTMyki81 senden Beiträge von TTMyki81 suchen Nehmen Sie TTMyki81 in Ihre Freundesliste auf
 
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